Kärntner Fußball gesichert
Basis für gute Weiterentwicklung gelegt
"Der Kärntner Fußball lebt und die Politik steht nach wie vor dahinter" war der Tenor einer Pressekonferenz von Sportreferent LH Gerhard Dörfler und Werner Lippitz, Präsident des Kärntner Fußballverbandes (KFV) in der Klagenfurter KFV-Geschäftsstelle. In einem Regierungsbeschluss sei festgelegt worden, dass es ab 2011 für die Akademie SK Austria jährlich eine Million Euro gibt, 300.000 Euro davon fließen in die Spielsaison des Vereins. Zur aktuellen Diskussion um die Führung des SK Austria verwies der Landeshauptmann auf Landessportdirektor Reinhard Tellian, der bereits sehr viel Sport- und Fußballkompetenz bewiesen habe.
"Das Klagenfurter Stadion muss auf dem Stand von 30.000 Zusehern bleiben, sonst müssen wir uns davon verabschieden, ein Länderspielstandort zu sein", sagte Dörfler. Für die Permanentmachung des Stadions gebe es eine Zusage des Sportministeriums in Höhe von 15,5 Millionen Euro. Bereits am 15. Mai werde es mit dem ÖFB-Cupfinale wieder ein Spitzenspiel in Klagenfurt geben und für das Freundschaftsspiel Österreich gegen Kroatien am 19. Mai seien bereits mehr als 15.000 Karten verkauft. "Großartig wird auch das einzigartige WM-Testspiel-Doppel am 29. Mai, wo Kärnten nach der EURO wieder zum Fußballzentrum Österreichs wird", freut sich Dörfler. Insgesamt vier WM-Teilnehmer treffen im Klagenfurter Stadion in den beiden Spielen Kamerun gegen Slowakei und Neuseeland gegen Serbien aufeinander. Mit Österreich gegen Schweiz wird es am 11. August ein weiteres Freundschaftsspiel geben.
Der Landeshauptmann betonte außerdem, dass die Politik die Basis für den Sport legen soll, sich sonst aber raushalten müsse. "Wir haben mit den Förderungen für den Kärntner Fußballverband die Rahmenbedingungen geschaffen, damit sich der Fußball insgesamt in Kärnten gut entwickeln kann." So gebe es 22.400 Euro Subvention für die vier Landesausbildungszentren in Klagenfurt, Villach, Spittal und Wolfsberg sowie 9.600 Euro für den KFV-Verwaltungsaufwand. 2,8 Millionen Euro würden von 2008 bis 2010 in Infrastrukturprojekte fließen, eine Million in die Breitensport-Nachwuchsförderung und 500.000 Euro in die Regionalligen-Nachwuchsförderung, das seien insgesamt 4,3 Millionen Euro. Dörfler erwähnte weiters die Förderungen von je 5.816 Euro für die Kärntner Regionalliga Vereine und die Förderungen für den Damenfußball. "In der ersten Liga erhält der FC Kelag Kärnten 10.000 Euro, die beiden Vereine in der zweiten Liga bekommen je 7.270 Euro."
Zur Zukunft des SK Austria betonte der Sportreferent, dass er sich qualitative Zukunftsgespräche mit den neuen Verantwortlichen des Klubs erwarte. Derzeit erhalte der Verein in der ersten Bundesliga 87.200 Euro, in der zweiten österreichischen Spielklasse werden es 58.120 Euro sein. "Der Kärntner Weg muss jetzt eine Konsolidierung des Klubs auf sportlicher und finanzieller Basis mit verstärktem und frühzeitigem Einbau von Talenten aus der Akademie sein." Es müsse aber unbedingt dafür Sorge getragen werden, dass die Talente, die in Kärnten gefördert und ausgebildet werden, dann auch dem Kärntner Fußball zu Gute kommen. "Sonst gibt es zwar die Investitionen der öffentlichen Hand, aber dann die Klubs mit der fetten Brieftasche, die sich die Talente holen."
In diesem Zusammenhang nahm der Landeshauptmann auch Stellung zur Diskussion um die Führung des SK Austria: "Mir ist es völlig egal, wer an der Spitze steht, nur muss der Klub jetzt endlich professionell in eine neue Zukunft geführt werden." Dörfler schlug für das Amt des Sportdirektors Tellian als einen "in verschiedensten Sportbereichen erfahrenen und fähigen Mann" vor.






