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Uwe Scheuch
Am 1. Februar, startet in Kärnten die "Aktion +1". Dabei wird die Aufnahme von zusätzlichen Lehrlingen in den Kärntner Betrieben mit 1.000 Euro pro Lehrling gefördert. Für mich ist dies gerade in Krisenzeiten ein wichtiges Zeichen.

KÄRNTNER NACHRICHTEN

ORTSGRUPPE DER WOCHE

Offensive für betreubares Wohnen

Verbindung von sozialem Wohnbau und sozialen Diensten – Größtes Projekt in St. Veit

„Eine wichtige Aufgabe der Sozialpolitik besteht darin, Menschen mit Handicaps größtmögliche Selbständigkeit zu ermöglichen. Aus diesem Grund ist in Kärnten das betreubare Wohnen für Senioren, die noch mobil sind, aber ein gewisses Maß an Pflege benötigen, ein besonderer Schwerpunkt. Im Zuge dieser Offensive werden im Zentrum von St. Veit (ehemaliges Eurospar-Areal) 40 Wohneinheiten mit Wohnbauförderungsmitteln errichtet“, teilt Kärntens Sozialreferent Landesrat Christian Ragger heute, Montag, mit.

Auch die meisten anderen Projekte im sozialen Wohnbau, welche die Landesregierung landesweit in den nächsten Jahren fördert, enthalten solche behindertengerecht ausgestatteten Wohneinheiten, welche Senioren einen möglichst langen Verbleib in ihrer gewohnten Umgebung gewährleisten.


Damit diese Versorgungsform dauerhaft etabliert wird, strebt Ragger eine verstärkte Zusammenarbeit von Wohnbaugesellschaften und ambulanten Diensten an. Der entscheidende Faktor für das Gelingen dieser Modelle sind soziale Fachkräfte, welche regelmäßig Kontakt mit den Senioren halten und ihnen bei der Organisation des Haushaltes und erforderlichen Betreuung zur Seite stehen. „Die spezielle Dienstleistung dabei ist die Animation. Die Bewohner bilden im Idealfall eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt“, erklärt Ragger.

Das betreubare Wohnen sollte jedenfalls ein Grundservice enthalten, das – je nach Bedarf – von mobilen Diensten ergänzt wird. Die zusätzlichen Kosten zur Wohnungsmiete sollten sich Land, Gemeinde und die Bewohner aufteilen. Erste Erfahrungen mit einem Pilotprojekt in St. Andrä zeigen laut Ragger eine große Zufriedenheit der Bewohner. Auf deren Basis sollte ab dem kommenden Jahr auch eine Regelfinanzierung für diese Projekte beschlossen werden. Auch Hemmalandobfrau LAbg. Wilma Warmuth hofft, dass die Region St. Veit eine Vorreiterfunktion einnehmen wird: „Mehrere Gemeinden im Bezirk sind dabei, betreubares Wohnen anzubieten. Dieses Interesse zeigt ein breites Bewusstsein für die künftigen demographischen Herausforderungen“.

 

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