Neues Pflegezentrum in Grafendorf
Spatenstichfeier besiegelt wichtige Entscheidung für die Region Kirchbach
In Grafendorf im Gailtal, Marktgemeinde Kirchbach, entsteht das neue "Gesundheits- und Pflegezentrum Grafendorf". Am Freitagnachmittag wurde der Spatenstich von Landeshauptmann Gerhard Dörfler, Sozialreferent Landesrat Christian Ragger, Bürgermeister Hemann Jantschgi und den Betreibern des Heimes vorgenommen. Die Bevölkerung von Grafendorf nahm zahlreich an der Feier teil, die von den Dorfmusikanten aus Reisach umrahmt wurde.
Landeshauptmann Gerhard Dörfler, Soziallandesrat Christian Ragger und Bürgermeister Helmut Jantschgi wiesen auf die Bedeutung dieses neuen sozialen Zentrums in Grafendorf hin, das zudem ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sei. Für Grafendorf und die Marktgemeinde Kirchbach sei der heutige Tag ein Freudentag, unterstrich der Bürgermeister. Auch Bezirkshauptmann Heinz Pansi sagte, dass damit ein weiterer Baustein für eine flächendeckende Versorgung gelegt werde. Allen Beteiligten von der Landespolitik über Bezirk und Gemeinde bis zu Grundbesitzern und schließlich den Betreibern Andreas Grauf und Projektleiter Bernhard Antoniol (aus Pirka, Steiermark) wurde herzlich für ihren Einsatz gedankt.
Der Landeshauptmann sagte, dass dieses Pflegezentrum ein besonderes Bauwerk für Menschen sei. Dieses Projekt stelle die älteren Menschen in den Mittelpunkt und zeige auch, dass das Land die dezentrale Versorgung sehr wichtig nehme. Er wolle den Pflegenden größten Respekt entgegenbringen, ihre Arbeit im Dienst der Älteren, die neben Können viel Herz und Zeit abfordere, verdiene größte Wertschätzung.
Landesrat Ragger sagte, dass ihm neben der Versorgungssicherheit insbesondere die hohe Pflegequalität ein großes Anliegen sei. Es gehe darum, verstärkt Pflegequalifikationen zu ermöglichen. Die bestmögliche Versorgung von pflegebedürftigen Menschen erfordere neue Maßnahmen in der Bildungspolitik, so brauche auch das Berufsbild der Pflege das Angebot einer Lehre, also eine praktische Pflegeausbildung mit dem Abschluss eines Pflegedekretes.
Andreas Grauf dankte dem Land Kärnten und allen Beteiligten, insbesondere dem Landesrat und Landeshauptmann für die rasche Abwicklung des Projektes. Kärnten sei hier vorbildhaft. Das neue Gesundheits- und Pflegezentrum wird auf einem 5.000 Quadratmeter großen Grundstück nahe dem Gasthof Jantschgi gebaut und wird über 70 Betten verfügen. Die Gesamtbaukosten werden mit rund 7 Mio. Euro angegeben. Die Eröffnung soll Mitte 2011 erfolgen. Das Haus wird von der Firma "Menschen im Mittelpunkt Projektentwicklungs GmbH" errichtet und von der Firma "Gemeinsam statt Einsam GmbH" betrieben. Gebaut wird das Gesundheits- und Pflegezentrum von der Fa. Wechselberger Bauges.m.b.H. als Generalunternehmer.
Mit dem neuen Zentrum wird Hermagor zu den bestversorgten Regionen gehören. Neben Pflegehäusern bzw. -betten in Hermagor, im Krankenhaus Laas und dem neuen Projekt in Grafendorf wird bis 2012 noch ein weiteres Pflegeheim in St. Stefan dazukommen. Damit wird dem Konzept der Dezentralisierung und der Schaffung von Arbeitsplätzen in der ländlichen Region Rechnung getragen.
Die Spatenstichfeier endete mit einer Verlosung vieler Sachpreise durch den Landeshauptmann. Weiters gab es – gleichsam als sehr praktisches Souvenir - auch hundert Spaten für die Teilnehmer. Unter den vielen Gästen sah man LAbg. Helmut Haas, die Bürgermeisterin von Dellach, Christine Ploner, den Bürgermeister von Kötschach-Mauthen, Walter Hartlieb, den Pfarrer Hans Peter Blümel, Vizebürgermeister Peter Plunger und Martin Steiner von Grafendorf. Steiner wurde kürzlich beim Waldarbeiterbewerb bzw. beim Wechseln von Kettensägen Staatsmeister.






