Neue Maßnahmen gegen Alkoholkonsum Jugendlicher
LR Ragger: Stärkere Überprüfungen und härtere Strafen
Um den Alkoholkonsum von Jugendlichen einzuschränken will Sozialreferent LR Christian Ragger neue Maßnahmen, stärkere Überprüfungen und härtere Strafen umsetzen. "Jugendliche fangen immer früher zu trinken an und sie trinken immer riskanter“, sagte Ragger in Reaktion auf den jüngsten Alkoholmissbrauch durch einen 13-Jährigen.
"Momentan befinden wir uns im Mittelfeld, was die Strenge unserer
Jugendschutzbestimmungen anlangt", berichtete Ragger. Mit dem Status quo
ist er alles andere zufrieden. "Unser Gesetz ist zahnlos. Bestraft werden
meist die Wirtschaftstreibenden, wenn sie Minderjährigen Alkohol ausschenken,
die Jugendlichen kommen zu leicht davon." Aus diesem Grund werde es im
Herbst zu einer Novellierung des Jugendschutzgesetzes kommen. Ragger denkt
daran, Jugendliche selbst zur Verantwortung zu ziehen, in dem sie ihre Verstöße
gegen das Jugendschutzgesetz mit gemeinnütziger Arbeit wieder gutmachen müssen.
"Sie überlegen sich dann genauer, ob sie 20 Stunden im Altersheim arbeiten
oder doch lieber die harten Getränke stehen lassen", meinte Ragger. Noch
dürfen 16-Jährige in Kärnten auch zu Spirituosen greifen. "Die
Novellierung des Jugendschutzgesetzes sieht vor, dass harte Getränke generell
erst ab 18 Jahren zugänglich werden", kündigte Ragger an. Im Rahmen eines
Projektes im Bezirk Völkermarkt, das in Kooperation von Bezirkshauptmannschaft,
Polizei und Land Kärnten durchgeführt wird, würden bereits verstärkte
Kontrollen stattfinden. In der Folge soll dieses Projekt auch auf andere
Bezirke ausgedehnt werden.
Geplant seien auch Testkaufaktionen in Kärnten, um einen Überblick über die Einhaltung
der Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes zu bekommen. "Damit soll aber
auch ein Ausrufezeichnen gegenüber verschiedenen Institutionen und Personen
gesetzt werden, die noch immer schlampig mit den Vorschriften umgehen",
betont der Sozialreferent. Die Novellierung des Kärntner Jugendschutzgesetzes
soll auch eine Verschärfung bei den Ausgehzeiten und beim Medienkonsum,
Stichwort Gewaltspiele beinhalten.
Zur derzeitigen Diskussion über eine bundesweite Vereinheitlichung des
Jugendschutzgesetzes stellte der Kärntner Sozialreferent fest: "Sollte
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner die härtere Gangart Kärntens nicht
zusagen, stehen die Zeichen auf Alleingang. Wenn der Entwurf des Ministers
nicht genau so strenge Regelungen vorsieht, wie wir es vorhaben, wird es keine
Zustimmung Kärntens geben." Er sei strikt gegen eine Aufweichung des
Jugendschutzes.






