TOP-INFO

Uwe Scheuch
Am 1. Februar, startet in Kärnten die "Aktion +1". Dabei wird die Aufnahme von zusätzlichen Lehrlingen in den Kärntner Betrieben mit 1.000 Euro pro Lehrling gefördert. Für mich ist dies gerade in Krisenzeiten ein wichtiges Zeichen.

KÄRNTNER NACHRICHTEN

ORTSGRUPPE DER WOCHE

Neue Maßnahmen gegen Alkoholkonsum Jugendlicher

LR Ragger: Stärkere Überprüfungen und härtere Strafen

Um den Alkoholkonsum von Jugendlichen einzuschränken will Sozialreferent LR Christian Ragger neue Maßnahmen, stärkere Überprüfungen und härtere Strafen umsetzen. "Jugendliche fangen immer früher zu trinken an und sie trinken immer riskanter“, sagte Ragger in Reaktion auf den jüngsten Alkoholmissbrauch durch einen 13-Jährigen.


"Momentan befinden wir uns im Mittelfeld, was die Strenge unserer Jugendschutzbestimmungen anlangt", berichtete Ragger. Mit dem Status quo ist er alles andere zufrieden. "Unser Gesetz ist zahnlos. Bestraft werden meist die Wirtschaftstreibenden, wenn sie Minderjährigen Alkohol ausschenken, die Jugendlichen kommen zu leicht davon." Aus diesem Grund werde es im Herbst zu einer Novellierung des Jugendschutzgesetzes kommen. Ragger denkt daran, Jugendliche selbst zur Verantwortung zu ziehen, in dem sie ihre Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz mit gemeinnütziger Arbeit wieder gutmachen müssen.


"Sie überlegen sich dann genauer, ob sie 20 Stunden im Altersheim arbeiten oder doch lieber die harten Getränke stehen lassen", meinte Ragger. Noch dürfen 16-Jährige in Kärnten auch zu Spirituosen greifen. "Die Novellierung des Jugendschutzgesetzes sieht vor, dass harte Getränke generell erst ab 18 Jahren zugänglich werden", kündigte Ragger an. Im Rahmen eines Projektes im Bezirk Völkermarkt, das in Kooperation von Bezirkshauptmannschaft, Polizei und Land Kärnten durchgeführt wird, würden bereits verstärkte Kontrollen stattfinden. In der Folge soll dieses Projekt auch auf andere Bezirke ausgedehnt werden.


Geplant seien auch Testkaufaktionen in Kärnten, um einen Überblick über die Einhaltung der Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes zu bekommen. "Damit soll aber auch ein Ausrufezeichnen gegenüber verschiedenen Institutionen und Personen gesetzt werden, die noch immer schlampig mit den Vorschriften umgehen", betont der Sozialreferent. Die Novellierung des Kärntner Jugendschutzgesetzes soll auch eine Verschärfung bei den Ausgehzeiten und beim Medienkonsum, Stichwort Gewaltspiele beinhalten.


Zur derzeitigen Diskussion über eine bundesweite Vereinheitlichung des Jugendschutzgesetzes stellte der Kärntner Sozialreferent fest: "Sollte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner die härtere Gangart Kärntens nicht zusagen, stehen die Zeichen auf Alleingang. Wenn der Entwurf des Ministers nicht genau so strenge Regelungen vorsieht, wie wir es vorhaben, wird es keine Zustimmung Kärntens geben." Er sei strikt gegen eine Aufweichung des Jugendschutzes.

 

<< Zurück

Teilen: