LR Ragger plädiert für Jugendschutz
Die Schwerpunkte sind gemeinnützige Arbeit und Führerscheinentzug
"Der zunehmenden Verrohung in unserer Gesellschaft, insbesondere der Gewaltbereitschaft junger Menschen müssen wir entschieden entgegen treten", sagte Sozialreferent Landesart Mag. Christian Ragger, nachdem erneut gewalttätige Jugendliche in Kärnten zugeschlagen haben. "Solche Gewalttaten müssen wir unnachgiebig ahnden und ein klares Signal setzen", so Ragger. Auf seine Initiative wurde heute, Donnerstag, ein entsprechender Antrag im Landtag eingebracht.
Das Kärntner Jugendschutzgesetz soll so geändert werden, dass jugendliche Gewalttäter in verstärkten Maß zu gemeinnützigen Arbeiten veranlasst werden und dass beim Vollzug des Führerscheingesetzes "krankhafte Aggressionen" besonders beachtet werden. Der Anstieg der Zahl der Delikte deutet darauf hin, dass es zuwenig abschreckende Bestimmungen gibt. Es sind nun offenbar Maßnahmen nötig, die klar signalisieren, dass Gewalt zur Lösung von Konflikten absolut verpönt ist.
Ein erzieherischer Effekt für jugendliche Gewalttäter wird derzeit verfehlt, wenn eine geringe Geldstrafe verhängt und noch dazu häufig von den Eltern bezahlt wird. Viel sinnvoller wäre es, wenn der Jugendliche z.B. 40 Stunden lang gemeinnützige Arbeit zu erledigen hätte.
Weiters sollte in den Jugendschutzbestimmungen eine Meldepflicht des Jugendamtes an die Führerscheinbehörde vorgesehen werden. Sobald ein gewalttätiger Jugendlicher ans Gericht angezeigt wird, sollte die zuständige Verwaltungsbehörde ein Führerscheinentzugsverfahren einleiten. "Wer zu krankhaften Aggressionen neigt und sein Gewaltpotential nicht im Griff hat, ist auch ungeeignet für den Straßenverkehr", betont Ragger abschließend.






