Kärnten weitet Gewaltprävention flächendeckend aus
LR Ragger stellt Projekte vor –Prävention auch als Schwerpunkt ins Jugendschutzgesetz
Soziallandesrat Christian Ragger reagierte auf einen Medienbericht, in dem Kinder- und Jugendanwältin Astrid Liebhauser meint, die bisherigen Projekte im Bereich der Präventionsarbeit könnten nicht mehr im gleichen Ausmaß durchgeführt werden. „Es obliegt nicht der Kinder- und Jugendanwaltschaft (KiJa), Gewaltprävention durchzuführen. Ihre Kernbereiche liegen in der Beratung und in der Hilfestellung für Kinder- und Jugendliche, während die flächendeckende Betreuung von Kindern und Jugendlichen auch im Zusammenhang mit Gewaltprävention eine Aufgabe der Jugendwohlfahrt ist, die in der Zuständigkeit des Sozialreferenten bzw. der Sozialabteilung des Landes liegt“, betonte Ragger.
Dass von der KiJa verschiedene Projekte in Richtung Gewaltprävention an Schulen durchgeführt wurden, sei zwar lobenswert, aber nicht Kernkompetenz. Die Kinder- und Jugendanwaltschaft des Landes Kärnten sei so ausgestattet worden, dass sie ihre gesetzlichen Aufgaben gut erfüllen könne. Im Vergleich zur Situation in den Kinder- und Jugendanwaltschaften der anderen Bundesländer verfüge Kärnten über eine gute personelle Ausstattung.
Wie Ragger berichtete, seien neue Projekte im Bereich der Gewaltprävention geplant, die künftig flächendeckend ausgeweitet werden sollen. So solle noch im September in Kooperation mit Schulen, Gemeinde, Bezirkshauptmannschaft und Exekutive in Völkermarkt eine Gewaltpräventionskampagne gestartet werden. Ziel sei es, den Jugendlichen in kurzer Zeit spannendes und adäquates Wissen zu vermitteln. Ein Projekt mit Migrationsbezug werde zudem in Villach umgesetzt. Weiters solle ein zusätzliches Schulsozialarbeiter-Projekt in einem Kärntner Bezirk gestartet werden, nämlich gemeinsam von Bund und Land an Schulen, an denen vermehrt Gewaltdelikte passieren.
Eine weitere Maßnahme Raggers ist es, das Kärntner Jugendschutzgesetz in die richtige Richtung zu ändern. "Kärnten soll auch hier künftig den Schwerpunkt auf die Prävention richten und Familien, die Unterstützung benötigen, verstärkt ambulant betreuen. Dies hat den Vorteil, dass Kinder und Jugendliche in ihrem bisherigen familiären Umfeld verbleiben können und nicht mehr in Jugendwohlfahrtseinrichtungen 'fremduntergebracht' werden müssen, wo auch wesentlich höhere Kosten als in der ambulanten Betreuung entstehen. Hier hat es bereits eine Umschichtung im Budget geben", erklärte Ragger.






