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Uwe Scheuch
Am 1. Februar, startet in Kärnten die "Aktion +1". Dabei wird die Aufnahme von zusätzlichen Lehrlingen in den Kärntner Betrieben mit 1.000 Euro pro Lehrling gefördert. Für mich ist dies gerade in Krisenzeiten ein wichtiges Zeichen.

KÄRNTNER NACHRICHTEN

ORTSGRUPPE DER WOCHE

Pflege-Vorsorge für Kärnten

Mehrere neu geschaffene Angebote für unsere ältere Generation

Das Sozialwesen steht heute vor völlig neuen Herausforderungen: "Der rasche Wandel, insbesondere von gesellschaftlichen und ökonomischen Strukturen, eine Vielzahl sozialer Risiken, vor allem aber die demographische Entwicklung erfordern es, in der Sozialpolitik neue Wege zu gehen", erklärte Sozialreferent LR Christian Ragger angesichts des rasant steigenden Anteils an älteren Menschen in Österreich. Laut Statistiken ist mindestens ein Fünftel der Kärntner Bevölkerung über 60 Jahre alt. Bis zum Jahr 2050 soll die Zahl der über 60-Jährigen sogar auf 36 Prozent ansteigen. "Dies ist ein klarer Auftrag, sich verstärkt für die Lebensbedingungen der älteren Menschen in Kärnten einzusetzen", so Ragger.

 

Bei der Versorgung pflegebedürftiger Menschen gilt für Ragger ein Grundsatz: Der dauerhafte Aufenthalt in einem Pflegeheim muss der letzte Ausweg sein. Ins Heim nur dann, wenn es nicht mehr anderes geht. "Die Menschen wollen so lange wie möglich zu Hause bleiben", erklärte Ragger. Daran müsse sich die Sozialpolitik orientieren und andere Wahlmöglichkeiten als nur den Eintritt in ein Heim anbieten. Ergänzende, neu geschaffene Elemente seien Tagesstätten, betreubare Wohneinheiten, kleine Pflegestätten (alternative Lebensräume) am Land sowie die Möglichkeit von kurzfristigen rehabilitativen Aufenthalten in Pflegeheimen (Übergangspflege). Angebote der öffentlichen Hand müssen laut Ragger das Prinzip möglichster Selbstständigkeit für Pflegebedürftige verfolgen. Wer Pflege brauche, solle entsprechende Angebote bekommen, um so lange wie möglich in seiner gewohnten Umgebung und im Kreise seiner Familie verbleiben zu können.

 

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